Question: Wie kann man ein neues Leben beginnen?

Wann fängt man an zu leben?

Mit 30 beginnt man das Leben zu ordnen. Ein Job will gefunden werden, eine Wohnung eingerichtet und eine Partnerschaft mit langfristiger Perspektive wäre auch ganz schön. In dieser Zeit will man erstmals so richtig Gas geben und der Körper fängt schon an abzubauen.

Ganz ehrlich: So einen Job würde ich im Leben nicht machen wollen. Damals zu der Zeit noch deutlich weniger als heute.

Lebenssprüche

Aber muss jeder selbst wissen. Ich hatte da auch mal angefragt wegen Berufsberater und mir wurde gesagt, sie würden nur selbstausgebildete Kräfte nehmen gibt ja da mittlerweile diverse duale Studiengänge.

Wie kann man ein neues Leben beginnen?

Das mag aber regional unterschiedlich sein. Wo viel Bedarf ist, ist man sicher toleranter. Beim Jobcenter würde ich auch niemals arbeiten wollen. Einerseits, weil ich das System verachte, andererseits, weil ich wenig Lust darauf habe, irgendwann bei der Arbeit abgestochen zu werden ist ja auch schon vorgekommen bzw. Warnende Stimmen werden dann natürlich als Schwarzmaler abgestempelt.

Es gibt in diesem Forum schlichtweg auch extrem viele Leute, die massiv übertreiben, wenn sie von den vermeintlich katastrophalen Arbeitsmarktchancen von Sozialwissenschaftlern sprechen. Daher halte ich diejenigen, die das relativeren wollen, für ein hilfreiches Korrektiv, damit Interessenten sich durch die Lektüre von Für und wider ihre eigene Meinung bilden können.

Ich möchte dabei aber nicht falsch verstanden werden. Es stimmt nämlich zweifellos, dass manche Hochschullehrer einen Bias dergestalt haben, dass sie den eigenen Studiengang voll bekommen wollen. Die Lebenswelt von Hochschullehrern ist eine ganz andere als die der Absolventen.

Man sollte sich bei der Wahl eines Studiums daher keineswegs nur auf die teils interessengeleiteten Ihnen-steht-nach-dem-Studium-die-Arbeitswelt-weit-Offen-Proklamationen von Hochschulen verlassen.

Menschen, die hier im Forum erklären, dass der Arbeitsmarkt für Sozialwissenschaftler der eigenen Erfahrung nach keineswegs so gut ist, wie manche Hochschullehrer meinen, stempele ich nicht per se als Schwarzmaler ab. Ich verweise nur eben häufig darauf, dass man deren Erfahrungen genau wie meine eigenen nicht verallgemeinern kann. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass die Tatsache, dass es einen interessengeleiteten Bias gibt, nicht automatisch bedeutet, dass der Arbeitsmarkt notgedrungen weit schlechter sein muss, als das vom Lehrpersonal proklamiert wird.

Ich befasse mich in Lehre, Forschung und Beratungstätigkeit viel mit dem Arbeitsmarkt. Auch habe ich viele Kontakte in der Sozial- Wirtschaft, in der Industrie wie auch im ÖD. Ich bin Sozialwissenschaftler und Sozialarbeiter, Wie kann man ein neues Leben beginnen? Führungskräfte und Arbeitnehmer und unterrichte u. Und ja, auch ich habe ein Interesse daran, möglichst viele Studierende für meinen Studiengang zu gewinnen.

Ich behaupte von mir aber, unbeeinflusst davon meinen Studierenden stets valide Informationen zu liefern, die nicht interessengeleitet gefärbt sind. Was ich zu Arbeitsmarktchancen darlege, beruht meist auf statistischen Daten. Manchmal beziehe ich mich - wie die meisten Leute hier im Forum - auch auf persönliche Erfahrungen und Einzelfallbeispiele.

Bei denen ist mir aber völlig klar, dass die nicht unbedingt generalisiert werden können. Und es stimmt sicher auch, dass die Arbeitsmarktlage bei den Sozialwissenschaften nicht so eindeutig positiv zu sehen ist wie etwa in der Sozialen Arbeit. Für Sozialwissenschaftler ist die Konkurrenz weit größer, weil sie mit betriebswirtschaftlichen, psychologischem, juristischem Wie kann man ein neues Leben beginnen?

anderen geisteswissenschaftlichen Absolventen konkurrieren. Sozialarbeiter tun das auch manchmal, aber gerade bei Stellen, die eine staatliche Anerkennung voraussetzen, ist das nicht der Fall. Hinzu kommt, dass manche Menschen Vorurteile gegenüber Sozialwissenschaften in dem Sinne hegen, dass sie das für ein substanzloses Laberfach halten, in dem es primär darum gehe, Banalitäten, die eigentlich jede Großmutter weiß, so hochtrabend verkompliziert wie möglich auszudrücken und sich durch die Nutzung unverständlicher Schachtelsätze gegen jede Kritik zu immunisieren.

Dass es solche Klischeevorstellungen gibt, ändert aber nichts daran, dass Sozialwissenschaftler selten von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wie kann man ein neues Leben beginnen?

gibt gerade aufgrund dessen, dass sie oftmals so generalistisch ausgebildet sind was Segen und Fluch zugleich sein kannviele Job-Möglichkeiten.

Es bringt eher etwas, der Person ehrlich zu sagen, dass es nützlich ist, durch Praktika zu versuchen, einen Fuß irgendwo in die Tür zu bekommen und sich ggf. Ausschließlich nach Neigung und Freude am Fach zu studieren kann im Hinblick auf den Arbeitsmarkt naiv sein.

Wie kann man ein neues Leben beginnen?

Nur nach ökonomischem Kalkül zu studieren kann aber ebenso fatal, denn wenn man etwas studiert, was einen gar nicht interessiert, wird man darin selten erfolgreich sein.

Gefragt ist in der Regel ein Mittelweg. Mit Sozialwissenschaften kann man einen solchen schon Wie kann man ein neues Leben beginnen? finden. Deckt sich nicht ganz mit meinen Erfahrungen, aber du magst du weitreichendere Einblicke haben. Wobei du natürlich auch in einem Bereich arbeitest, wo es verhältnismäßig viele Leute mit so einem Hintergrund gibt, so dass dies vielleicht auch ein bisschen den Blick trüben mag. Stimme dem Vorredner Phil absolut zu.

Ich selbst war im Studium immer überzeugt davon, dass wer gut und motiviert ist, auch mit einem sozialwissenschaftlichen Studium beruflich einen guten Weg einschlagen kann. Und für mich persönlich hat sich das voll bewährt. Bachelor und Master Politikwissenschaft mit 1,5 und 1,2 abgeschlossen, schon während des Master als Werkstudent in einem sehr spannenden und politisch relevanten Beruf gearbeitet und beim gleichen Arbeitgeber, mit kurzem Ausflug woanders hin, jetzt festangestellt.

Ich arbeite in der Medienanalyse für politische Kunden.

Wie kann man ein neues Leben beginnen?

Der Job macht mega Spaß, ist extrem interessant und eben sehr gut passend zu meinem akademischen Hintergrund.

Auch das Gehalt ist für mich in meiner aktuellen Lebenssituation mehr als ausreichend. Und ich lebe auch nicht irgendwo, sondern in der Stadtmitte einer eher teuren Großstadt im Südwesten Deutschlands.

Mir ist klar, dass das Gehalt für viele hier als unterirdisch eingestuft wird, aber man muss sich halt auch nicht immer mit anderen vergleichen. Klar, mehr geht auf jeden Fall und ist langfristig auch mein Ziel, aber am Ende muss man sich doch fragen, ob man selbst damit klarkommt. Und ich finde das Gehalt für meine aktuelle Lebenssituation extrem gut. Vor allem, weil ich seit gerade einmal 1,5 Jahren in Vollzeit arbeite und innerhalb dieser Zeit bereits einmal den Job gewechselt habe, der mir eine Gehaltserhöhung von 8k p.

Es ist halt am Ende auch immer eine Frage der eigenen Ansprüche. Ich brauche kein Leben in Saus und Braus und habe auch nicht vor, eine Familie zu gründen. Als Paar oder Single kann man mit 40-60k in Deutschland mehr als gut leben. Vor allem sind die hiesigen Gehaltsdiskussionen auch echt ein Schlag ins Gesicht für viele Nicht-Akademiker. Wenn ich sehe, dass mein Bruder als Nicht-Akademiker aktuell ca. Dementsprechend finde ich die Gehaltsdiskussionen manchmal echt amüsant, oftmals klaffen da halt Anspruchsdenken und Realität sehr sehr weit auseinander.

Deshalb kann ich mir vorstellen, neben dem Vollzeitberuf ein Teilzeitstudium in Wirtschaftsinformatik zu absolvieren. Alternativ weiß ich, dass mir aufgrund meines Lebenslaufs auch viele Türen in Richtung öffentlicher Dienst offenstehen. Ich glaube, da wäre finanziell auch nochmal ein krasser Gehaltssprung für mich drin. Ich habe nur wenig Erfahrung in der universitären Lehre, könnte da also auch falsch liegen.

Da steht Arbeitsmarktverwertbarkeit curricular gar nicht im Vordergrund. Das ist an Fachhochschulen, wo ich mich mehr auskenne, deutlich anders. Da gibt es regelmäßig Career-Messen, da werden Vertreter von Unternehmen eingeladen usw. Es stimmt auch sicher, dass diverse SoWi-Absolventen teils notgedrucken im sozialpädagogischen Bereich landen, obwohl sie da eigentlich nicht hin wollten. Aber wie ich schon sagte, kann man durch eigene Schwerpunktlegungen und Praktika im Studium selbst auch was dafür tun, dass es nicht so läuft.

Ich kann mich an meine ehemalige Chefin aus meinem Praxissemester bei einem Automobilzulieferer erinner. Die ist Sozialwissenschaftlerin und Personalchefin. Jahrhunderts oder die Wie kann man ein neues Leben beginnen? nach dem Selbst in marxistischen Theorien legt, muss man sich nicht wundern, wenn die Personaler nein danke sagen. Alle Aspekte des Sozialen, so auch Geschlechtsvorstellungen, können und sollen erforscht werden.

Soziologie

Wenn man sich für eine Schwerpunktlegung darauf entscheidet, sollte man aber einfach wissen, dass man damit eben keine Formalqualifikation erwirbt, um die man sich in der freien Wirtschaft groß reißt.

Klar kann man dann z. GleiB oder Diversity-Referentin werden, aber mit einem Studienschwerpunkt wie Personal- und Organisationsentwicklung eröffnen sich für SoWi außerhalb der Hochschulwelt einfach mehr Optionen. Wie dem auch sei, denke ich, dass wir uns auf eine Feststellung sicher einigen können: Augen auf bei der Studienwahl! Sieht man den Posten jedoch als angewandte Modellbildung soziale Ungleichheitkann man damit vielleicht besser leben.

Die eigene habituelle Gestaltung im eher qualit. Bereich mag da auch eine Rolle spielen. Eine Rolle bei vielen, die sich für so einen Job entscheiden, dürfte ganz unabhängig vom eigentlichen Tun wohl auch die in Aussicht gestellte Verbeamtung sein, denke ich. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einem angehenden Lehrer. Der erfüllte das Klischee, Lehramt primär aufgrund dessen zu studieren, dass ihm nix besseres einfiel und er es vor allem auf die Verbeamtung abgesehen hatte, par excellence.

Die landen dann in SoWi und manche merken, dass das Studium inhaltlich ganz anders ist als gedacht. Ich selbst hatte damals die Wahl zwischen Entscheider und Arbeitsvermittler.

Das sollte man immer auch berücksichtigen. In jedem Fall gilt: Mit SoWi hat man ein enorm breites Feld an möglichen Wie kann man ein neues Leben beginnen?.

Wie realistisch es wirklich ist, in einem dieser dann auch eine gute Arbeit zu finden, hängt von unzähligen Faktoren wie Wie kann man ein neues Leben beginnen?, Umzugsbereitschaft, Schwerpunktlegung, finanzielle Möglichkeiten z.

Auch Glück spielt definitv eine Rolle. Was das angeht, sind die Sozialwissenschaften aber kein Einzelfall. Das ist in den Erziehungs- und Geistewissenschaften genauso, wobei hier die Arbeitsmarktchancen eher noch schlechter sind. Nutzungsbedingungen Da du kein registrierter User bist, wird dein Beitrag erst nach Freigabe durch die Moderation im Forum sichtbar. Beiträge von registrierten Usern sparen sich diese Verzögerung. Im Folgenden eine Kurzfassung der Nutzungsbedingungen.

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Wer über seinen Studiengang mind. Für die Nutzung des Forums ist das Schreiben eines Erfahrungsberichts aber natürlich nicht notwendig. Nochmals: Der Beitrag wird nicht sofort im Forum sichtbar. Er muss erst von der Moderation freigeschaltet werden. Mehrfach-Posts verzögern die Freischaltung oder verhindern sie ganz!

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